Homöopathie für Pflanzen

Überdüngte Böden, belastetes Trinkwasser und Bienensterben zeugen davon, dass viele Menschen zu Hause, im Garten und in der Landwirtschaft gedankenlos zur Chemiekeule greifen. Dabei geht es auch anders. Das zeigen die Erfahrungen einer stetig wachsenden Anhängerschaft von Homöopathie bei Pflanzen.

 

Ein neues Forschungsfeld

Ob in Haus, Garten oder im produzierenden Betrieb – die Anwendung der sanften Heilmethode bei Pflanzen erlebt derzeit einen Boom. Dabei steckt ihre Erforschung noch in den Kinderschuhen. Im Internet werden aus vielen Ländern und für verschiedenste Pflanzen Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln ausgetauscht. Mittlerweile beginnen erste Forschungszentren, die Wirkung der sanften Heilmethode an Pflanzen zu untersuchen. So etwa das Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick (AG), welches Untersuchungen an Wasserkresse durchführte.

 

Aktivierung der pflanzeneigenen Abwehrmechanismen

Bei der Pflege von Pflanzen gelten Erreger und Schädlinge gemeinhin als Ursache von Krankheiten und Ernteverlust. Nicht so für die Homöopathie. Für diese sind sie Zeichen eines tiefer liegenden Ungleichgewichts. Anstatt SymptomeSymptome
Ein Symptom ist ein wahrnehmbares Zeichen, das die Heilbemühung des Organismus anzeigt. Es resultiert aus einem Ungleichgewicht im aktuellen Zustand des betroffenen Organismus. Ein Symptom kann das Auftreten von Schmerzen sein, Fieber, Bewegungseinschränkung, Durst, Völlegefühl, Trauer etc.

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zu bekämpfen, wendet sich die sanfte Heilmethode der Ursache zu und stärkt die LebenskraftLebenskraft
Die Lebenskraft ist eine unsichtbare Energie. Sie steuert alle Lebensfunktionen und hält den Organismus in Harmonie und Ordnung. Die Lebenskraft schützt uns vor Krankheit und verleiht Immunität. Vergleichbar mit dem Begriff Immunsystem.

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des befallenen Organismus. Pflanzen sind – wie Tiere und Menschen auch - lebendige Organismen. Da scheint es nur logisch, dass sie auf die Kraft der Homöopathie ansprechen. Die GesundheitGesundheit
Die Gesundheit ist aus Sicht der Homöopathie ein dynamisches Gleichgewicht, welches der menschliche Organismus zu halten versucht. Erst wenn er dies unter grösster Anstrengung oder über längeren Zeitraum tun muss, entstehen Symptome. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet die Gesundheit denn auch als Zustand vollkommenen physischen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht als das Fehlen von Krankheit oder Behinderung.

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einer Pflanze ist von verschiedensten Faktoren abhängig: Klima und Wetter spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Licht- und Platzverhältnisse oder die Qualität von Luft, Wasser, Boden und Pflege. Wirkt sich etwa der Standort ungünstig auf eine Pflanze aus, muss diese für eine erfolgreiche Behandlung versetzt werden. Sind die schädigenden materiellen Faktoren erst einmal ausgeräumt, kann die Homöopathie ihre Wirkung auch bei Pflanzen voll entfalten, denn die pflanzeneigenen Abwehrmechanismen werden aktiviert und die Widerstandskraft gegen Krankheits- und Schädlingsbefall gefördert. Dies alles mit dem Ziel, dass die Pflanze gar nicht erst für Krankheiten anfällig wird.

 

Die PflanzenhomöopathiePflanzenhomöopathie
Als Pflanzenhomöopathie wird die Anwendung von Homöopathika zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums und der Pflanzengesundheit in Haus, Garten und produzierenden Betrieben bezeichnet.

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braucht lernwillige Anwender

«Die „PflanzenhomöopathiePflanzenhomöopathie
Als Pflanzenhomöopathie wird die Anwendung von Homöopathika zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums und der Pflanzengesundheit in Haus, Garten und produzierenden Betrieben bezeichnet.

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“ ist noch sehr jung und erfordert einen grossen Einsatz, denn man muss lernen», sagt die Pionierin und Buchautorin Christiane Maute (AKTUELL Nr. 3, «Homöopathie bei Pflanzen»). Wer erste Gehversuche mit der Homöopathie bei Pflanzen macht, lässt sich in aller Regel durch seine Erfahrung bei Mensch und Tier leiten. Anfangs werden dabei dieselben Mittel und PotenzenPotenzen
Vom Lateinischen potentia (die Kraft). Ein Prozess zur Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln, während dem mittels Verschüttelung oder Verreibung die Mittelwirkung potenziert, also verstärkt wird. Je nach Potenzhöhe unterscheidet sich die Mittelwirkung.

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eingesetzt. Später kommen weitere dazu. Gleichzeitig werden zum Schutz und zur Stärkung der Pflanzen bewährte Hausmittel wie Brennnesseljauche und Schachtelhalmsud angewandt oder es werden Nützlinge eingebracht, wie etwa der Marienkäfer. Auch der Einsatz von effektiven Mikroorganismen (EM) in Kombination mit der Homöopathie wird oft als erfolgreich beschrieben.

 

Steigende Beliebtheit in der betrieblichen Verwendung

Die Vorzüge der sanften Heilmethode werden in der Schweiz auch bereits in produzierenden Betrieben genutzt, so etwa bei der Gartenbauschule Hünibach (BE) oder bei Holderrieds Pflanzenwelt aus Zollbrück (BE). Auch einzelne landwirtschaftliche Betriebe setzen Homöopathie bei Tieren und zunehmend auch bei Pflanzen ein: So werden in manchen Betrieben Hagelschäden mit Arnika und Calendula behandelt (siehe AKTUELL Nr. 3, «Landwirtschaft geht auch anders!»)

 

Austausch von Erfahrungen

Unter www.homeoplant.de tauschen sich Interessierte über ihren Erfahrungen mit der Anwendung von Homöopathie bei Pflanzen aus.

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