Die private Finanzierung der Arzneimittelforschung ist ein Problem

Die Grippemittel Tamiflu und Relenza von Roche und GlaxoSmithKline wirken laut einem unabhängigen Forschergremium kaum besser als ein Placebo. Ihre Aussagen begründen die Wissenschaftler mit der Auswertung von bislang unter Verschluss gehaltenen Daten der Hersteller. Wie im Bereich der Homöopathie geforscht wird und welche Herausforderungen da anstehen, erfahren Sie Anfang Juni in unserer Zeitschrift AKTUELL.

Kritische Nähe von Wissenschaft und Industrie

Gemäss Aussagen von Gerd Antes vom unabhängigen Forschungsnetzwerk Cochrane, wird heute über 70 Prozent der Forschung von privater Seite finanziert. Forschende verlieren dadurch ihre Unabhängigkeit vom Auftrag gebenden Unternehmen. Gleichzeitig fallen die Untersuchungsresultate unter das Geschäftsgeheimnis und müssen nicht publiziert werden. Wie der Tagesanzeiger und die Neue Zürcher Zeitung berichten, dürften sich Roche und GlaxoSmithKline diesen Umstand zunutze gemacht und die zur Verfügung stehenden Forschungsresultate gezielt zu ihrem Vorteil eingesetzt haben. Dies zum Schaden von Patienten, Gesundheitssystem und – zumindest in der Schweiz – der Steuerzahler.

 

Ungleiche Voraussetzungen für alternative Medizin

Dass private Geldgeber selbst an Hochschulen eine zunehmende Rolle bei der Forschungsfinanzierung spielen, ist in der Öffentlichkeit umstritten. Im Pharmabereich gehören etwa Roche und Novartis zu den grössten Geldgebern der Universität Basel. Die Forschung an alternativen Heilmittelmethoden dürfte hingegen nicht auf die Unterstützung solcher Grosskonzerne zählen können. Über den Forschungsbereich Homöopathie und den Stand der Wissenschaft berichtet Homöopathie Schweiz demnächst in der Zeitschrift AKTUELL. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir schicken Ihnen gerne ein Probeexemplar zu.

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