Zu Besuch bei der Patientenorganisation Hahnemannia

Am 20. Oktober 2018 fand in Stuttgart die Jubiläumsfeier unserer «Nachbar-Patientenorganisation» Hahnemannia statt. Sie wurde dieses Jahr stolze 150 Jahre alt. Zu diesem Anlass wurden gut 150 Gäste eingeladen, darunter auch eine Delegation von Homöopathie Schweiz.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen mit einem Sektempfang, gefolgt von den einleitenden Worten des Geschäftsführers von Hahnemannia, Mario Hopp, sowie den Grussworten der Präsidentin der europäischen Patientenorganisation EFHPA, Enid Segall. Mit ihrer charmanten Art und sogar einigen Worten in Deutsch hatte sie das Publikum auf ihrer Seite. Es folgte ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das mit einem Auftritt von Fabienne Gigandet, Vizepräsidentin von EFHPA und Co-Präsidentin von Homöopathie Schweiz begann. Fabienne Gigandet berichtete über die aktuelle Situation der Homöopathie Schweiz und überreichte Mario Hopp ein Gastgeschenk in Form eines Bergkristalls. Anschliessend gab  der Historiker und Homöopathiefreund Professor Dr. Martin Dinges einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Homöopathie in Deutschland und über die parallel dazu verlaufende Entwicklung von Hahnemannia. Eines kristallisierte sich dabei deutlich heraus: Die Schwierigkeiten, die sich heute im Bereich der Homöopathie manifestieren, sind nicht neu, sondern traten über all die Jahre immer wieder wellenförmig auf und verschwanden wieder. Das Rahmenprogramm schloss mit einem Schauspiel der besonderen Art: Der Schauspieler Andreas Jung und der Geiger Florian Mayer zeigten, wie Hahnemann seinen ersten und einzigen Psychiatrie-Patienten behandelt hatte – es war sowohl schauspielerisch als auch musikalisch eine sehr beeindruckende Darbietung.

Im Anschluss an die Feierlichkeiten fand sich für den Vorstand von Homöopathie Schweiz die Gelegenheit, sich mit den Vertreterinnen und Vertretern der anderen europäischen Patientenorganisationen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Die fortschrittliche Situation der Homöopathie in der Schweiz beeindruckte viele Teilnehmende, welche vom Vorstand von Homöopathie Schweiz mehr Details erfahren wollten. Mit im Gepäck waren auch einige AKTUELL-Ausgaben, die auf grosses Interesse stiessen.

Gleichzeitig zu den Jubiläumsfeierlichkeiten fand die Jahresversammlung der EFHPA statt. Vertreterinnen und Vertreter aus acht verschiedenen Ländern nahmen daran teil, aus Spanien waren sogar zwei Patientenorganisationen vertreten. Hauptdiskussionspunkt war die aktuell vermehrt homöopathie-feindliche Stimmung. Derzeit sind Belgien, Frankreich und Spanien besonders stark vom Misstrauen betroffen, auch wenn dies ebenfalls in anderen Ländern vorkommt. Durch die gemeinsamen Gespräche und den Erfahrungsaustausch konnten die Vertreterinnen und Vertreter der Patientenorganisationen motiviert werden, dass es sich lohnt, für die Homöopathie einzustehen. Die Schweiz bildet hier einmal mehr grosses Vorbild für die anderen Länder. Selbstverständlich kam auch die Pflege der zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz: Bei einem gemeinsamen Abendessen und der von Hahnemannia organisierten Stadtführung blieb ausreichend Zeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen.

Wer die Feierlichkeiten auch noch in Bild und Ton geniessen möchte, findet hier einen kurzen Rückblick von meinbrandenburg.tv.

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