Alltag einer Homöopathie-Studentin

Im letzten Mitgliedermagazin «Aktuell» haben wir Mirjam Müller, Drogistin HF und Studentin der Homöopathie an der Samuel Hahnemann Schule, einige Fragen zu ihrer Ausbildung und ihrem Schulalltag gestellt. Gerne möchten wir sie hier noch einmal zu Wort kommen lassen und ergänzend von ihr erfahren, was genau Gegenstand ihrer Ausbildung ist.

Homöopathie Schweiz: Wie sieht ein typischer Schulalltag aus und welches Fach gefällt Ihnen am besten?

Mirjam Müller: Wir haben in diesem Sinne keine verschiedenen Fächer, allerdings gibt es verschiedene Themengebiete, die im Unterricht aufgegriffen werden. So schauen wir jedes Mal 1 bis 2 Arzneimittel detailliert an. Das gefällt mir am besten, weil mich die verschiedenen Mittel sehr interessieren. Wir haben mehrere Lehrpersonen, die jeweils ihr Spezialgebiet unterrichten. Dazu kommen geschichtliche Aspekte, also die Entstehung der Homöopathie. So lernen wir beispielsweise das Organon kennen, das Standardwerk von Samuel Hahnemann, dem Gründer der Homöopathie. In Paragraphen festgehalten steht dort alles, was er zur Homöopathie erforscht und beobachtet hat. Dies ist aufgrund der alten deutschen Sprache, in der es geschrieben wurde, nicht immer ganz einfach, aber spannend.

 

Was ist sonst noch Gegenstand der Ausbildung?

Ein grosser Teil der Ausbildung ist auch Repertorisation, Fallbearbeitung, Anamnesetechniken sowie praktisches Wissen zur Dosierung und den Potenzen. Dies lernen wir gestaffelt, jeden Dienstag wird ein anderes Thema behandelt. Ab dem 4. Semester kommt noch ein Praktikum dazu, wo wir in der Schule gemeinsam mit einer Lehrperson Patientinnen und Patienten behandeln. Zur Ausbildung gehören zusätzlich noch Module über Gesundheit und Ethik, Kommunikation sowie ein Modul zum Thema, wie man selbstständig eine Praxis führt.

 

Können Sie auf dieses Praktikum noch etwas genauer eingehen?

Das Praktikum ist in zwei Teile aufgeteilt. Einen Teil machen wir in der Schule, wo wir im Klassenzimmer Leute behandeln. Die Personen bringen wir selbst mit, sie können sich von uns gratis behandeln lassen. Jemand von uns führt die Anamnese durch und der Lehrer hört zu und korrigiert uns, wenn etwas falsch ist oder fehlt. Die Klasse hört zu und macht Notizen. Dabei geht es vor allem darum, zu lernen Anamnesen zu machen und Fälle zu bearbeiten. Den zweiten Teil des Praktikums absolvieren wir in einer homöopathischen Praxis, wo wir einerseits dem Homöopathen bei der Anamnese zuhören und andererseits unter seiner Aufsicht selber Patienten behandeln.

 

Was macht diese Ausbildung besonders wertvoll für Sie?

Die Ausbildung ist für mich insbesondere in Bezug auf die Arzneimittel sehr wertvoll. Im Verlauf der Ausbildung habe ich jedoch auch bemerkt, wie wichtig sie im Hinblick auf die praktische Arbeit, also die Anamnese, ist. Die praktische Anwendung ist schliesslich mein Ziel. Nach dem Studium möchte ich gerne neben der Arbeit in der Drogerie meine eigene Praxis eröffnen.

Für mich ist das Homöopathiestudium eine sehr schöne Ausbildung, die mir sehr gut gefällt. Als wir im Rahmen des Praktikums in der Klasse bei der Anamnese zugeschaut haben, konnten wir anhand der Fälle sehen, was man mit Homöopathie alles erreichen kann.

 

Neugierig geworden? Den Rest des Interviews können Sie in unserem Mitgliedermagazin AKTUELL nachlesen. Weitere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier.

 

Interview geführt von Julia Heeb, Homöopathie Schweiz

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