Der Patientenwille hat Vorrang

Am 1. Januar 2013 tritt das neue Erwachsenenschutzgesetz in Kraft. Es hält unter anderem fest, dass der Wille des Patienten über jenem des Arztes steht. Damit dies auch in jedem Fall klappt, gilt es vorzusorgen.

Am 1. Januar 2013 tritt das neue Erwachsenenschutzgesetz in Kraft. Es hält unter anderem fest, dass der Wille des Patienten über jenem des Arztes steht. Damit dies auch in jedem Fall klappt, gilt es vorzusorgen.

Neu regelt das Zivilgesetzbuch (ZGB), was in vielen Beziehungen zwischen Arzt und Patienten seit Jahren praktiziert wird: Dass der Arzt gemeinsam mit dem Betroffenen bestimmt, welche Behandlungen vorgenommen werden und welche nicht. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Aussetzen der Behandlung zum Tod führt. 

Solange ein Patient urteilfähig ist, kann er seinen Willen dem Arzt direkt mitteilen. Bei einem unfallbedingten Bewusstseinsverlust, bei einer psychischen Erkrankung oder bei degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson braucht es dafür eine Patientenverfügung. Sie garantiert das Selbstbestimmungsrecht des Patienten in einer Zeit, in der er seinen Willen nicht mehr bekunden kann.

Eine Patientenverfügung kann von Menschen jeden Alters verfasst werden. In ihr kann man etwa festhalten, ob man auf  lebensverlängernde Massnahmen verzichten möchte oder nicht. Dafür genügen grundsätzlich ein Blatt Papier und ein Stift sowie ein Text, das Datum und die Unterschrift. Praktischer sind vorgedruckte Dokumente, die man ausfüllen und zu Hause aufbewahren kann.

Weiterführende Informationen sowie Downloadmöglichkeiten und  Bestelladressen für Patientenverfügungen finden Sie beispielsweise hier:

- Basler Patientenverfügung

- Patientenverfügung von Dialog Ethik

- Patientenverfügung der Caritas

- Patientenverfügung der SRK Zürich

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